Kefir selber machen: Einfache Anleitung

Erfahre wie du Kefir ganz einfach selber machen kannst. Ich mache ihn mittlerweile seit mehreren Jahren und habe das Ergebnis perfektioniert. Hier findest du meine genaue Anleitung.  Viel Spaß damit!

So gehst du vor:

1. Das benötigst du für die Zubereitung

  • Kefirknollen 
  • frische Milch 
  • Kunststoffsieb
  • Plastiklöffel/Holzlöffel
  • großes Gefäß
  • 1 Blatt Küchenrolle
  • Gummiband 
Zutaten um Kefir selber herzustellen: Kefirknollen, Milch, Kunststoffsieb, Holz oder Plastiklöffel, großes Glas, Abdeckung
Warum frische Milch?

Frische Milch enthält noch alle Nährstoffe, die die Kefirknollen für die Fermentation brauchen. Keine Sorge, die Milch wird nicht sauber, auch wenn der Kefir beim Fermentationsprozess draußen steht. Die Bakterien des Kefirs schützen die Milch vor dem sauer werden. 

Ein Kunststoffsieb ist dringend zu empfehlen, da es die Milchsäurebakterien des Kefirs schützt. Edelstahl kann mit den Milchsäurebakterien reagieren und diesen Schaden. 

Wie auch bei dem Sieb, sollte auch hier auf ein Material gesetzt werden, auf das die empfindlichen Milchsärebakterien nicht reagieren. Mit Plastik oder Holz bist du auf der sicheren Seite. Wenn du hin und wieder mal einen Edelstahllöffel verwendest, ist das auch kein Problem.

2. Kefirknollen in sauberes Gefäß

Packe die Kefirknollen im ersten Schritt in ein sauberes Gefäß. Ich verwende hierfür ein größeres Einmachglas. Du kannst aber auch Kunststoffgefäß nutzen, hauptsache kein Edelstahlgefäß.

Kefirknollen in sauberem Glas

3. Knollen mit frischer Milch aufschütten

Schütte anschließend frische Milch auf die Kefirknollen. Für etwa 4 Esslöffel Knollen verwende ich ca. 500 ml Milch. Du wirst schnell selber herausfinden, wie viel Milch du für deine Menge an Kefirknollen bevorzugst. Hier gibt es kein richtig oder falsch, nur Präferenzen.

Kefir wird mit frischer Milch aufgeschüttet

4. Kefir abdecken

Als nächstes decke ich das Glas ganz unkompliziert mit einem Blatt Küchenrolle ab, um es vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ich befestige es mit einem einfachen Gummiband. Alternativ kannst du auch ein Stofftuch verwenden, wechsle es aber gelegentlich mal aus.

Kefir mit Küchenrolle abgedeckt

5. Kefir atmen lassen

Ich mache ein kleines Loch in das Blatt Küchenrolle, damit der Kefir atmen kann. Denn bei der Fermentation der Milch kommt es zur Gasbildung. 

Loch in Küchenrolle

6. Kefir absieben

Nach etwa 24 Stunden kann der Kefir abgesiebt werden. Hierfür verwende ich oft einen Messbecher, da mein sieb dort ideal drauf passt Du kannst den Kefir auch direkt in ein  Glas absieben. Die Kefirknollen musst du danach nicht mit Wasser abspülen, das wäre sogar kontraproduktiv. Denn um die Knollen herum befindet sich das Milleu mit den Milchsärebakterein, die du sonst wegspülen würdest. Dieses regeneriet sich auch wieder, wenn du den Kefir gelegentlich abspüllen solltest. Nach dem absieben kannst du dieKnollen direkt wieder mit Milch aufschütten.

Kefir wird abgesiebt

7. Du hast deinen Kefir selbst hergestellt!

Glückwunsch, du hast es geschafft! Du hast deinen eigenen Kefir selber hergestellt. Anfänglich muss man sich etwas an den Geschmack gewöhnen, da der selbsthergestellt Kefir deutlich intensiver als der aus dem Supermarkt schmeckt. Man gewöhnt sich aber schnell dran. Wenn ich jetzt Kefir aus dem Supermarkt trinke, schmeckt mir der garnicht mehr wirklich. Stelle den Kefir nun gerne noch etwas in den Kühlschrank, dann schmeckt er besonders frisch. Du kannst ihn aber selbstverständlich auch direkt genießen.

Frischer Kefir in Glas

Wie sehen gesunde Kefirknollen aus?

Gesunde Kefirknollen sind weiß, und sind leicht schleimig. Es kann durchaus sein das die Knollen leichte Fäden ziehen, wenn du Ihn in dein Gefäß umfüllst. Das liegt meinst daran, dass du ihn länger hast stehen lassen, ist aber nicht schlimm. Hier siehst du zwei Bilder von meinen Knollen:

Kann ich laktosefreie Milch verwenden?

Nein, denn gerade die Laktose, also der Milchzucker ist das, was die Bakterien des Kefirs bei der Fermentation zersetzen. Fehlt die Laktose, kann der Fermentationsprozess nicht stattfinden. Aber keine Sorge, falls du laktoseintolerant bist: Durch die Fermentation wird die Laktose abgebaut und somit ist Kefir meist auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich.